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Steuerberater werden: Steuerberaterlehrgang

Um als Steuerberater tätig werden zu können muss neben anderen Zugangsvoraussetzungen, siehe: , vor allem die Prüfung zum Steuerberater der Kammer bestanden werden – was simpel klingt, stellt für viele werdende Steuerberater angesichts der hohen Durchfallquote jedoch nach wie vor eine hohe Hürde dar.

Denn: Die Steuerberaterprüfung ist sowohl vom Anspruch als auch vom Inhalt und hinsichtlich der Durchführungskriterien mit dem zweiten juristischen Staatsexamen vergleichbar. So werden nicht nur Themengebiete aus dem Steuerrecht und allgemeinen Rechtsgebieten abgefragt, sondern auch aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften und aus dem Rechnungswesen. Die idealen Zugangsvoraussetzungen bringt somit ein Volljurist mit BWL / VWL Diplom oder Master und einer kaufmännischen Ausbildung mit – ein Kriterium, welches nur die wenigsten Anwärter erfüllen dürften.

Um Wissenslücken auf bisher fremden oder nur in nicht ausreichendem Maße bekannten Gebieten zu schließen, wird von verschiedenen Anbietern ein Steuerberaterlehrgang angeboten, der je nach Umfang und Ausrichtung, sowie Art des Anbieters unterschiedlich kostspielig ausfallen kann. So ist bei reinen Fernkursen ohne (Test-) Prüfung mit einem Preisspektrum von 500 – 700 Euro, bei Vollkursen mit einem Preisspektrum von 3.000 – 4.000 Euro zu rechnen.

Zu beachten ist, dass unabhängig davon, ob es sich um einen Fernkurs oder ortsgebundenen Vollkurs handelt, oft nur eine der 2 Prüfungen abgedeckt wird – entweder die schriftliche oder die mündliche Prüfung. Beide Prüfungen fließen zu 50 % in die Gesamtnote ein und müssen mit einer Mindestnote bestanden werden.

Welcher Steuerberaterlehrgang der beste Steuerberaterlehrgang ist, lässt sich nicht pauschal sagen – so richten sich Vollkurse vor allem an jene, deren Ausbildung oder Studium bereits längere Zeit zurückliegt, um zum einen Wissenslücken zu schließen, als auch Wissen wieder aufzufrischen. Teilkurse sollen hingegen Wissenslücken auf möglicherweise themenfremden Wissensgebieten abdecken, z. B. Prüfungsthemen aus den Wirtschaftswissenschaften bei Volljuristen oder steuerrechtliche Fragen bei Wirtschaftswissenschaftlern.

Schwieriger wird es bei der Wahl, ob man sich für einen günstigen Fernkurs oder einen vergleichsweise teureren Kurs vor Ort entscheiden soll: Fernkurse richten sich nicht nur vor allem an Teilnehmer, welche größtenteils aufgeworfene Fragen und Probleme selbständig lösen und eigenverantwortlich arbeiten können, sondern beinhalten, wenn sie günstig sind, oft keine simulierten Testprüfungen, was sich als ein Mangel darstellen kann.

Vollkurse bieten hingegen in der Regel neben Testklausuren und Präsenzklausuren, die bei günstigen Fernkursen ebenfalls nicht zwingend Bestandteil sein müssen, eine simulierte Prüfung an sowie persönliche Ansprechpartner vor Ort, um Rückfragen und Probleme vermeiden und ein „Fehllernen“ zu vermeiden.

Neben einem Steuerberaterlehrgang zur Vorbereitung auf die schriftliche und mündliche Steuerberaterprüfung werden auch Steuerberaterlehrgänge zur Klausurentechnik angeboten, die dann in Anspruch genommen werden sollten, wenn man in einer simulierten Testprüfung oder nach nicht bestandener schriftlicher Prüfung Probleme mit dem Zeitmanagement aufgrund des sehr eng gesteckten Zeitfensters hatte.

Ausführlich siehe dazu: