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Steuer sparen – Tipps

Die zu zahlenden Steuern schmälern das finanzielle Polster, das man sich im Laufe des Jahres zugelegt hat, mitunter schon ganz gewaltig. Nun ist das deutsche Steuerrecht aber so angelegt, dass Steuerzahler zahlreiche Möglichkeiten haben, Steuern zu sparen, indem das zu versteuernde Einkommen mittels Kosten, die man geltend machen kann, im Lohnsteuerjahresausgleich bzw. der Einkommensteuererklärung herabgesenkt wird.

Nicht jeder ist einkommensteuerpflichtig: Personen, die ein Einkommen unter 7.664 Euro pro Jahr vorweisen, zahlen keine Einkommensteuer und sind entsprechend auch nicht dazu verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. In der Regel fallen darunter geringfügig Beschäftigte bzw. Minijobber und Studenten mit Nebenjob, bei gemeinsam veranlagten Personen beträgt die Höchstgrenze, bis zu der die Einkommensteuer bei null Euro pro Steuerjahr liegt, 15.328 Euro.

Das zu versteuernde Einkommen lässt sich allerdings senken, denn man kann Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben, Sonderausgaben oder auch außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Die Höhe der Aufwendungen, die tatsächlich abzugsfähig sind, ist immer abhängig von mehreren Faktoren, was es schwierig macht, pauschal gültige Tipps zu geben.

Unternehmer, die zum Beispiel auf Grund der Höhe ihres Umsatzes von der Umsatzsteuerpflicht befreit sind, sollten sich überlegen, inwiefern die Umsatzsteuerbefreiung denn wirklich vorteilhaft ist. Denn entgegen der weit verbreiteten Meinung ist die Umsatzsteuer keine zusätzliche Last für Unternehmer, sondern belastet einzig den Geldbeutel des Verbrauchers. Bei Unternehmern, die vor allem B2B arbeiten, lohnt sich die Umsatzsteuerbefreiung in aller Regel nicht, Unternehmer, die sich mit ihrem Produkt bzw. ihrer Dienstleistung direkt an den Endverbraucher richten, könnten davon profitieren, müssen aber genau nachrechnen.

Wer auf eine Steuerersparnis aus ist, sollte auch immer die tatsächlichen Aufwendungen nachrechnen und sich nicht auf den diversen Pauschalen, wie etwa dem Arbeitnehmerpauschbetrag oder der Sonderausgabenpauschale, ausruhen, denn die Kosten, die dem Arbeitnehmer, Rentner, Beamten, Unternehmer oder Vermieter wirklich entstanden sind, übertreffen in aller Regel die von Vater Staat angesetzten Pauschalen.

Vorsicht bei komplexen Steuersparmodellen, wie zum Beispiel dem Steuern sparen mit Denkmalschutz Immobilien oder generell dem Steuer sparen mit Immobilienkauf – wer sich für so etwas interessiert, sollte auf jeden Fall mit einem Steuerberater reden, gegebenenfalls reicht auch ein Lohnsteuerhilfeverein aus. Auf eigener Faust zu solchen, durchaus legalen, aber eben komplizierten, Tricks zum Steuern sparen zu greifen, empfiehlt sich nicht.