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Versteuerung von Gewinnen aus dem Handel mit Kryptowährungen

Kryptowährungen haben in den vergangenen Jahren an den Börsen eine beeindruckende Entwicklung hingelegt. Im Jahr 2018 wurden insgesamt zirka 4.000 Kryptowährungen weltweit gehandelt. Viele davon waren Eintagsfliegen, schnell geschaffen und schnell wieder verschwunden. Trotzdem: Kann man 2019 ernsthaft in Kryptowährungen investieren?

Fakt ist: Der Handel kann sich lohnen. Kryptowährungen sind durchaus weitere Gedanken wert, wenn man investieren will. Und weil die Technologie hinter den Währungen als extrem sicher gilt, vertrauen tatsächlich viele Menschen auf Kryptowährungen. Vor allem in asiatischen Ländern boomt der Handel mit Kryptos. Allerdings sind in den letzten Jahren auch immer wieder zahlreiche negative Schlagzeilen veröffentlicht worden.

Unsichere Handelsplattformen, Anbieter mit Briefkastenadressen in Istanbuler Schmuddelvierteln, betrügerische Software

Wo Geld gemacht wird, wird auch Schindluder getrieben. Das ist schon immer so gewesen, und das ist beim Handel mit Kryptowährungen auch der Fall. Die Medien stürzen sich natürlich wie die Hyänen auf jeden neuen Betrugsfall, auf jedes Risiko. Und so verwundert es nicht, wenn in den Schlagzeilen von betrügerischen Handelsplattformen die Rede ist, wenn die Software, die für den Handel mit Kryptowährungen benötigt wird, als extrem angreifbar beschrieben wird. Manche Handelsplattform mit „todsicherem Gewinn“ und „Begleitung von Einsteigern durch Experten“ hat de facto nie existiert. Investigativjournalisten sind hinter dubiose Unternehmen gekommen, die mit Büros in London und arabischen Namen in Verbindung mit Telefonnummern in der Türkei, auf den Bahamas oder in Südafrika deutsche Investoren und Investorinnen locken wollten. Wer mit Kryptowährungen handeln oder in die Währungen investieren will, sollte sich also im Vorfeld wirklich schlau machen. Es reicht nicht aus, die Rezensionen auf der jeweiligen Plattform zu lesen. Denn die sind unglaublich leicht zu fälschen.

Zuerst über die Mechanismen schlau machen

Manche Menschen investieren einfach, ohne zu ahnen, wie der Handel funktioniert. Das interessiert sie nicht, sie sind hinter dem schnellen Geld her. Das ist natürlich nicht verwerflich – trotzdem sind die Aussichten besser, wenn man weiß, womit genau man eigentlich handelt. Der erste Schritt sollte also grundsätzlich sein, sich über die Technologie hinter der Blockchain schlau zu machen. Warum gelten Kryptowährungen als sichere und zuverlässige Zahlungsmittel im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen? Wie funktionieren die digitalen Werte, die von keinem Bruttoinlandsprodukt, keinem territorialen Gebiet und keinem Staat gestützt werden? Und warum sollten die Datenpakete und Rechnerleistungen (denn etwas anderes ist eine Kryptowährung nicht) überhaupt irgendeine Art von Wert für irgendjemanden darstellen?

Im zweiten Schritt ist es sinnvoll, sich über die einzelnen Währungen und Coins zu informieren. Nicht jede Kryptowährung funktioniert nach genau den gleichen Prinzipien. Wie werden die Werte der Währungen geschaffen? Werden sie gemint? Wer steckt dahinter, und was kann das mit den Währungen verbundene Netzwerk sonst noch leisten? Bei Ethereum und einigen anderen Währungen steckt mehr als eine Währung dahinter, in die man investieren kann. Dementsprechend ist der Zweck der Währung unter Umständen so gelagert, dass sie für eine Investition eher uninteressant ist.

Kryptowährungen sind digitale Währungen. Sie werden im Internet an Onlinebörsen gehandelt. Das bedeutet: Neben der Hardware (einem Computer und einer physischen Wallet in Form eines gesicherten USB-Sticks) benötigt man für den Handel auch Hardware. Abhängig davon, über welche Plattform welche Währung genau gehandelt werden soll, muss die entsprechende Software geladen werden. Wie funktioniert die Software? Ist sie benutzerfreundlich? Ist sie überhaupt sicher? Krypto Trader sind nicht immer schwarze Schafe, aber auch nicht jede Software ist sicher.

Steuerliche Implikationen: Gewinne müssen angegeben werden

Der Handel mit Kryptowährungen kann beachtliche Gewinne generieren. Damit man nicht in den Verdacht der Steuerhinterziehung gerät, sollten die Gewinne unbedingt angegeben werden. Anders als bei Wertpapiergeschäften wird jedoch keine Abgeltungssteuer fällig, es handelt sich hier – zumindest steuerrechtlich gesehen – nicht um Kapitalerträge. Kryptowährungen werden als privates Geld eingestuft. Wichtig ist hier der § 23 des Einkommenssteuergesetzes: private Veräußerungsgeschäfte. Die Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen werden in der Anlage SO unter dem Punkt „Sonstige Einkünfte“ behandelt. Dabei ist nicht wichtig, ob Steuerpflichtige

Ein Beispiel: Jemand kauft mit Bitcoins Ethereum. Der Tausch der Bitcoin geht als Verkauf in die Steuererklärung ein. Der Ankauf von Ethereum wird dokumentiert, damit wird der Start der Spekulationsfrist markiert. Somit kann der zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Verkauf von Ethereum generierte Gewinn ermittelt werden. Es geht hier um Gewinnermittlung und Verlustabzug. Insgesamt ist die Ermittlung der fälligen Steuern nicht schwer. Allerdings muss etwas Zeit und Aufwand investiert werden. Nähere Informationen dazu finden sich inzwischen im Internet, insbesondere auf der Webseite steuerncheck.net. Abhängig davon, wie sich der Handel im Laufe des Jahres entwickelt, können sich sogar steuerliche Vorteile ergeben.

Wie funktioniert der Handel überhaupt?

Wer mit einem leistungsfähigen Computer und einer sicheren Internetverbindung ausgerüstet ist, sich für eine bestimmte Kryptowährung entschieden hat und über die Aufbewahrungsmöglichkeit in Form einer Wallet verfügt, kann sich eine Ärading-Plattform aussuchen, der er oder sie vertraut. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die entweder nur wenige große oder sehr verschiedene oder sehr viele und auch kleinere Kryptowährungen handeln. Bezahlt werden kann je nach Plattform in Euro, Dollar, Yen oder einer anderen Währung. Manche Trader erlauben nur den Kauf von Bitcoin und Ethereum in Euro und Dollar, jede andere Kryptowährung muss mit Bitcoin bezahlt werden. Es gibt bisweilen recht abstruse Bedingungen, so dass ein sorgfältiger Vergleich der Trader durchaus lohnt.

Hat man sich für eine Plattform entschieden, meldet man sich an. Das sollte mit wenigen Klicks erledigt sein. Ein Demo-Konto kann man dann schon nutzen. Will man tatsächlich Geld investieren und Kryptowährungen erwerben, muss man unter Umständen seine Identität in irgendeiner Art und Weise nachweisen. Es ist ratsam, sich erst einmal mit dem Demo-Konto zu beschäftigen, die Plattform so kennenzulernen und die einzelnen Funktionen zu testen.

Wer mit der Plattform zufrieden ist und sich sicher ist, dass Software, Trader, Transaktionen und alles weitere allen Ansprüchen an die Sicherheit Genüge leisten, kann Geld einzahlen. Meist wird das über Online-Banking erledigt: Überweisung und Kreditkarte akzeptieren eigentlich alle seriösen Anbieter. Manche Trading-Plattformen erlauben auch Zahlungen über PayPal oder andere Dienste. Merke: Auch bei seriösen Anbietern, die absolut transparent, fair und sicher arbeiten, bleibt beim Trading das normale Risiko! Wer mit Kryptowärhungen handelt und in Kryptos investiert, kann selbstverständlich nicht nur gewinnen, sondern eben auch verlieren! Daher sollten Sie immer und grundsätzlich nur mit Werten handeln, deren Verlust Sie verschmerzen können!

Fazit: Möglicherweise lohnende Investition für alle, die sich mit der Materie auseinandersetzen wollen

Investitionen sind nie einfach, immer und auf jedem Gebiet benötigen Sie Hintergrundinformationen und müssen sich länger mit dem Markt und den dahinter stehenden Mechanismen befassen. Sonst sind die Erfolgsaussichten einfach gering. Das ist bei Kryptowährungen nicht anders als beim Immobilienhandel. Wenn Sie sich für Computer, digitale Technologien, FinTech und insbesondere Blockchain interessieren und nicht einfach nur zocken wollen, sind Kryptowährungen sicherlich eine Investition wert. Welche Kryptowährung zu Ihnen passt, müssen Sie allerdings selbst herausfinden.