- Steuerncheck.net - http://www.steuerncheck.net -

Wie kann man Steuer sparen?

Das Steuern zahlen ist eine belastende Notwendigkeit – dass man generell Steuern an Vater Staat abgeben muss, ist akzeptabel und auch gerecht. Aber zu viel zahlt niemand gerne, und in vielen Fällen ist die Steuerlast geradezu erdrückend. Das deutsche Steuerrecht ist allerdings so aufgebaut, dass jeder die Möglichkeit hat, Steuern zu sparen. Professionelle Hilfe hierbei bieten Steuerberater bzw. Steuerbüros und Lohnsteuerhilfevereine.

Lohnsteuerhilfe, Steuerberater und Steuersoftware

Die Lohnsteuerhilfevereine, von denen es einige hundert in Deutschland gibt, richten sich an Arbeitnehmer, Rentner, Pensionäre und Personen, die Lohnersatzleistungen wie zum Beispiel Arbeitslosengeld erhalten. Die Einkünfte müssen also aus einer nichtselbständigen Tätigkeit stammen, dazu zählen auch Unterhaltsleistungen oder regelmäßige Spekulations-, Kapital- oder Mieteinkünfte und sonstige Einkünfte. Bei diesen Leistungen darf eine Summe von 13.000 Euro bzw. 26.000 Euro bei Zusammenveranlagung nicht überschritten werden, die Einkünfte dürfen nicht umsatzsteuer- oder gewinnpflichtig sein.

Wer von einer Mitgliedschaft bei einem Lohnsteuerhilfeverein ausgeschlossen ist, kann auch einen Steuerberater mit der Erledigung der Steuererklärung bzw. der Steuerberatung beschäftigen. Hierbei entstehen natürlich Kosten, die sich zum einen an der Gebührenverordnung für Steuerberater orientiert, zum anderen aber auch an dem Zeitaufwand und der Höhe des steuerrelevanten Einkommens bzw. der Werbungskosten des Mandanten. Das führt dazu, dass sich gewaltige Preisunterschiede bei den Kosten für den Steuerberater feststellen lassen, allerdings kann man die Kosten auch wieder steuerlich geltend machen – bei privater und beruflicher Steuerberatung gegebenenfalls auch mit einer Pauschale.

Deutlich günstiger als Steuerberater und Lohnsteuerhilfeverein ist eine Steuer Software, wie zum Beispiel das Wiso Steuer Sparbuch. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist übrigens, dass auch das ElsterFormular eine Art Steuerberatung darstellt, dem ist allerdings nicht so, es besteht bei Elster Online allenfalls eine Ausfüllhilfe, die aber keinerlei beratende Funktion hat.

Immer wichtig: Belege sammeln!

Wichtig für Arbeitnehmer, die über den Arbeitnehmerpauschbetrag kommen, ist das Sammeln der Belege und Quittungen, dies gilt natürlich auch für Unternehmer bzw. Selbständige und Freiberufler: ohne Beleg erkennt der Fiskus die Kosten nicht an. Bei manchen Rechnungen gelten zusätzlich besondere Bestimmungen, beispielsweise wenn man Handwerkerrechnungen als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen möchte: die Arbeitskosten müssen gesondert aufgeführt werden und die Rechnung darf nicht bar bezahlt werden, denn das Finanzamt möchte zusätzlich zur Rechnung auch eine Überweisung oder einen Kontoauszug als Beleg sehen.